Auszeichnung für Dynamo Kurzfilm e. V.

Auszeichnung für Dynamo Kurzfilm e. V. Mit dem diesjährigen Kulturpreis bricht der Bezirk Niederbayern erstmals eine Lanze für das Format Kurzfilm
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Mit dem diesjährigen Kulturpreis bricht der Bezirk Niederbayern erstmals eine Lanze für das Format Kurzfilm

Erstmals seit der Einführung seines Kulturpreises zeichnet der Bezirk Niederbayern das Format Kurzfilm aus. In seiner Sitzung Ende Juli stimmte der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss des Bezirks Niederbayern unter dem Vorsitz von Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl dem Vorschlag der unabhängigen Fachjury zu, die mit 6.000 Euro dotierte Auszeichnung dem Dynamo Kurzfilm e. V. zu verleihen. Der gemeinnützige Verein rund um den Vorstand Birgit Horn, Michael Orth, Marcél Begemann und Marius Anger fördert mit dem Landshuter Kurzfilmfestival diese Form des künstlerischen Ausdrucks und pflegt ein überregionales Netzwerk für Filmemacher. Mit seiner Veranstaltung zieht er jährlich rund 5.000 Filmschaffende und Filminteressierte aus dem In- und Ausland an und wirkt weit über Bayern hinaus.

Wie bereits im vergangenen Jahr wurde auch 2021 ein unabhängiges Expertengremium zur Entscheidungsfindung herangezogen, das unter fachlichen Kriterien über die Vergabe des Kulturpreises abstimmte. Mit dem diesjährigen Kulturpreis werde eine neue Sparte ausgezeichnet, die ferner dem Verständnis des weiten Kulturbegriffes Rechnung trägt, so Jurymitglied und Leitender Kulturdirektor Dr. Maximilian Seefelder. „Der Verein besticht durch Qualität, Netzwerk, Kreativität und Bedeutung seines Schaffens für Landshut und Niederbayern.“

Neben Seefelder saßen Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, Veronika Leikauf, Museumsleiterin Stadtmuseum Abensberg, Rudi Senff, Geschäftsführer Zweckverband Landestheater Niederbayern, Barbara Michal, Museumsleiterin Kreismuseum Bogenberg, Dr. Ludger Drost, Kulturbeauftragter Landkreis Rottal-Inn, und Dr. Marion Bornscheuer, Museumsleiterin Museum Moderner Kunst Wörlen Passau, in der Jury.

Seit 2000 findet das Landshuter Kurzfilmfestival jedes Jahr im Frühling statt. Traditionell liegt der Fokus auf Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich in verschiedenen Wettbewerben wie Spiel-, Dokumentar- und Kinderfilm messen. Neu sind seit 2011 zwei internationale Wettbewerbe in den Bereichen Genre-Kurzfilm für Horror-, Fantasy- und Science-Fiction-Filme sowie für Animation. 2018 ist der Wettbewerb für Virtual Reality Filme hinzugekommen. Ein Jahr später wurde das Landshuter Kurzfilmfestival um den Internationalen Wettbewerb erweitert. Drei Spielorte mit insgesamt acht Leinwänden – das Kinopolis, das Kinoptikum und der Salzstadel – tragen durch ihr unterschiedliches Ambiente, ob nun Arthouse-Kino oder Multiplex, zum einzigartigen Charme des Festivals bei.

„Mit der Verleihung des Kulturpreises an den Verein Dynamo Kurzfilm bricht der Bezirk Niederbayern eine Lanze für die Kunstgattung Film und damit auch für eine Kultursparte, die sehr durch die Corona-Beschränkungen gelitten hat“, so Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl.

2020 musste das 21. Landshuter Kurzfilmfestival durch die Pandemie kurzfristig abgesagt werden – es wurde rund ein Jahr später als Online-Festival nachgeholt. Die 22. Ausgabe des Landshuter Kurzfilmfestivals soll vom 27. April bis zum 8. Mai 2022 in hybrider Form stattfinden: Die Filmbeiträge werden also sowohl im Kino, als auch online zu sehen sein.

Die Verleihung des Kulturpreises des Bezirks Niederbayern ist Anlass zur großen Freude bei den Organisatoren des Vereins. Dazu der künstlerische Leiter Michael Orth: „Ich freue mich riesig über diese wundervolle Auszeichnung, es ist eine sehr große Ehre. Dass erstmalig die Sparte Film mit dem Kulturpreis des Bezirks Niederbayern ausgezeichnet wird, ist ein starkes Signal für die Zukunft und bestärkt uns in unserer kulturellen Arbeit. Mein herzlichster Dank geht an den Bezirk Niederbayern, die Jury und an alle, die dem Landshuter Kurzfilmfestival seit mehr als zwei Jahrzehnten die Treue halten.“

Für die organisatorische Leiterin Birgit Horn ist die Würdigung des Bezirks eine große Motivation für alle Beteiligten: „Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist der Kulturpreis des Bezirks Niederbayern ein ‚Energieschub‘ weiter am Ball zu bleiben, für Kunst und Kultur und die Zukunft des Landshuter Kurzfilmfestivals. Ganz, ganz herzlich bedanke ich mich für diese großartige Auszeichnung, auch im Namen des ganzen Teams.“

Auch Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich begrüßte die Entscheidung, den Kulturpreis 2021 dem Dynamo Kurzfilm e. V. zuzusprechen: „Das Landshuter Kurzfilmfestival hat eine enorme Entwicklung durchlaufen, die der intensiven und engagierten Arbeit der Organisatoren des Dynamo Kurzfilm e. V. zu verdanken ist. Das Festival startete vor 21 Jahren mit 22 Filmen. Dieses Jahr waren es bereits 230 Filmbeiträge aus 47 Ländern. Aus einer kleinen regionalen Veranstaltung wurde im Laufe der Jahre also ein kultureller Höhepunkt, der weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt ist und der sich dennoch die persönliche Nähe bewahrt hat. Daher ist die Auszeichnung des Bezirks Niederbayern hoch verdient.“

– sb –

Bildunterschrift: Die organisatorische Leiterin Birgit Horn und der künstlerische Leiter Michael Orth freuen sich auf die Kulturpreisverleihung im Oktober.

Foto: Peter Litvai

Bildunterschrift: Die Kulturpreisjury (v. r. n. l.): Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, Leitender Kulturdirektor Dr. Maximilian Seefelder, Veronika Leikauf M.A., Museumsleiterin Stadtmuseum Abensberg, Rudi Senff, Geschäftsführer Zweckverband Landestheater Niederbayern, Barbara Michal M.A., Museumsleiterin Kreismuseum Bogenberg, Dr. Ludger Drost, Kulturbeauftragter Landkreis Rottal-Inn, und Dr. Marion Bornscheuer, Museumsleiterin Museum Moderner Kunst Wörlen Passau; Kulturreferentin Dr. Cindy Drexl

Foto: Bezirk Niederbayern

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