Bahnhof soll „radfahrfreundlich“ werden

Über den Bahnhof Neufahrn, die Verbesserung des Radwegenetzes und die Feuerwehreinsätze auf der B 15neu sprachen Neufahrns 1. Bürgermeister Peter Forstner (r.) und CSU-Fraktionssprecher Sebastian Wimmer (l.) mit dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU). Foto: Gemeinde Neufahrn.
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Gemeinde will Bahnhof mit Radwegenetz verbinden

Neufahrn. Die Gemeinde will das Radwegenetz verbessern. 1. Bürgermeister Peter Forstner (SPD) und CSU-Fraktionssprecher Sebastian Wimmer sprachen mit dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU) über Fördermöglichkeiten – und welche Rolle der Neufahrner Bahnhof spielen könnte.

1.654 Kilometer lang ist der Radfernweg mit der Bezeichnung D11 Ostsee-Oberbayern. Auf dem Weg von Rostock nach Freilassing liegt auch Neufahrn auf der Route. Im Gemeindegebiet verläuft die Deutschland-Route auf dem Isar-Laber-Radweg und auf dem Laber-Abens-Radweg. Diesen Umstand will die Gemeinde nutzen, um das Radwegenetz zu verbessern.

Dabei helfen könnte ein neues Förderprogramm des Bundes, über das sich Radlmeier, Forstner und Wimmer unterhielten: Das „Förderprogramm Radnetz Deutschland“ unterstützt beim Bau von neuen Radwegen, mit denen Lücken im Netz geschlossen werden sollen, bei Maßnahmen zur Verbreiterung der Radwege und Verbesserung der Oberflächen, bei Erhöhung der Sicherheit, wie z.B. durch bauliche Trennung vom Kfz-Verkehr sowie beim Bau von modernen Raststätten und Fahrradabstellanlagen. 45 Millionen Euro stehen dafür bis 2023 bereit. Die Förderquote beträgt mindestens 75 Prozent.

Bahnhof als Knoten nutzen

„Mithilfe des Förderprogramms wollen wir auch unseren Bahnhof besser in das Radwegenetz einbinden“, erläuterte Bürgermeister Forstner. Durch entsprechende Beschilderungen und Wegweiser vom Bahnhof zum Radwegenetz sollen Radfahrer, die mit dem Zug anreisen, direkt zur Deutschland-Route gelotst werden. Der Bahnhof würde sich als Start- oder Endpunkt einer Radtour dank seiner Knotenfunktion zwischen Regensburg, Landshut und Straubing anbieten, so Forstner.

Barrierefreiheit herstellen

Ein Problem dabei: Der Bahnhof ist nicht barrierefrei. „Wir würden unseren Bahnhof gerne ‚radfahr- freundlicher‘ ausstatten. Allerdings ist er nicht barrierefrei, was es nicht nur für Radfahrer schwieriger macht“, hielt Forstner fest. Schon seit 2015 unterstützt Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier die Gemeinde deshalb dabei, dass die Station barrierefrei ausgebaut wird. 2018 konnte Radlmeier zusammen mit dem damaligen Verkehrsstaatssekretär erreichen, dass ein modernes Fahrgastinformationssystem am Neufahrner Bahnhof installiert wurde. Auch bei der baulichen Herstellung der Barrierefreiheit konnte ein großer Schritt gemacht werden: Der Freistaat meldete beim Bund Neufahrn in höchster Priorität für ein Förderprogramm an. Leider reichten aber die Mittel des Bundesprogrammes nicht, dass auch Neufahrn ausgebaut wird. Dennoch werde man hier nicht nachlassen und weiter die Herstellung der Barrierefreiheit fordern, waren sich Wimmer, Forstner und Radlmeier einig.

Forstner und Wimmer baten den Abgeordneten auch bei einem weiteren Problem um Unterstützung: Bei Unfällen auf der B 15neu wird die Feuerwehr Hofendorf-Hebramsdorf – trotz unmittelbarer Nähe – erst nach anderen Feuerwehren alarmiert, wie Feuerwehr-Kommandant Sebastian Wimmer schilderte. Die Feuerwehr wäre zwar für die Absicherung von Unfallstellen entsprechend ausgerüstet. Allerdings verhinderten Vorgaben die sofortige Alarmierung. Landtagsabgeordneter Radlmeier sagte zu, der Sache nachzugehen. „Hier brauchen wir eine praxistauglichere Lösung“, so der Abgeordnete.

Bildunterschrift: Über den Bahnhof Neufahrn, die Verbesserung des Radwegenetzes und die Feuerwehreinsätze auf der B15neu sprachen Neufahrns 1. Bürgermeister Peter Forstner (r.) und CSU-Fraktionssprecher Sebastian Wimmer (l.) mit dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU).

Foto: Gemeinde Neufahrn.

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