Bei uns ist niemand allein geblieben

Bei uns ist niemand allein geblieben MdL Ruth Müller besucht Seniorenheim Azurit in Rohr
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MdL Ruth Müller besucht Seniorenheim Azurit in Rohr

„Es war schon ein spannendes erstes Jahr für mich als Heimleiterin hier in Rohr“, eröffnete Azurit-Seniorenheim-Hausleitung Birgit Kannengießer das  Gespräch mit der Pfeffenhausener Landtagsabgeordneten Ruth Müller (SPD). Gemeinsam mit dem Rohrer Gemeinderat Georg Riedl war Müller zu einem Gespräch ins Seniorenheim gekommen, um Informationen für die politische Arbeit in München zu erhalten. Die erste Corona-Welle im März 2020 sei nahezu spurlos am Azurit-Seniorenheim in Rohr vorübergegangen, doch im Dezember 2020 traten dann auch Corona-Fälle bei Bewohnern und Mitarbeitern auf. „Dank engagierter Mitarbeiter konnten wir stets die Versorgung unserer Bewohner gewährleisten und haben auch versucht, trotz vieler Kontaktbeschränkungen das Zusammenleben im Seniorenheim zumindest stockwerkweise zu ermöglichen“,  so Birgit Kannengießer „uns war es wichtig, dass Begegnungen stattfinden und an besondere Feste erinnert wurde und niemand allein bleibt, auch wenn es keine Angehörigen gibt“.

Das Seniorenheim, das früher einmal ein Krankenhaus war, wird derzeit abschnittsweise umgebaut. Von aktuell 173 Plätzen werden nach der Sanierung, die bis Ende 2022 abgeschlossen sein soll, dann noch 168 Plätze übrig sein, die den neuen gesetzlichen Pflegeansprüchen genügen. „Deshalb sind wir im Moment auch nicht voll belegt, da wir in Haus A bereits mit der Sanierung begonnen haben“, informierte Kannengießer die Abgeordnete. 78 Bewohner freuen sich im Seniorenheim Azurit über die Lockerungen nach der Pandemie und so hat auch das erste Mal wieder ein gemeinsames Fest stattgefunden– eine Hawaii-Party mit Cocktails und Musik. „Andere Veranstaltungen wie das Maibaumaufstellen sind ausgefallen oder wurden nur noch stationsweise durchgeführt, wie vor kurzem der „Tag des Gartens“, um eine Vermischung der Bewohner zu vermeiden. Aber angesichts der DELTA-Variante sei man weiterhin vorsichtig und unterschätze die Gefahr von Corona auf keinen Fall, berichtete Pflegedienstleiter Martin Valek. Eine große Herausforderung sei es weiterhin, Fachkräfte für die Altenpflege zu bekommen. „In erster Linie müssen die Bedingungen in der Pflege verbessert werden“, machte Ruth Müller, die auch im Ausschuss für Gesundheit und Pflege tätig war, deutlich. Menschen, die in der Pflege arbeiten, wollen auch genügend Zeit für andere Menschen haben, um ihrem Anspruch gerecht zu werden. Und Zeit koste Geld. „Corona hat aber auch deutlich gemacht, wie wichtig die Care-Berufe für die Gesellschaft sind“, stellte Ruth Müller fest. Egal, ob es um die Erzieherinnen oder die Pflegekräfte gehe, die Arbeit, die am und mit Menschen passiere, habe einen Zugewinn an Achtung und Wertschätzung erfahren. Stellvertretend für das Kollegium bedankte sich Ruth Müller, MdL mit Georg Riedl für den Einsatz im Pflegeheim und versprach, die Gedanken aus dem Gespräch mit in den Bayerischen Landtag zu nehmen.

Bildunterschrift v. l. n. r.: Ruth Müller (MdL), Gemeinderat Georg Riedl, Pflegedienstleiter Martin Valek

Fotografin: Birgit Kannengießer

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