Bernlochner-Komplex erhält 500.000 Euro an Bundesfördermitteln

Besuch im Stadttheater Landshut Anfang Februar, v.l.n.r.: Ruth Müller, Rudi Senff (Geschäftsführer Landestheater Niederbayern), Rita Hagl-Kehl, Stefan Tilch (Intendant Landestheater Niederbayern), Patricia Steinberger (SPD-Stadträtin Landshut)
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Im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramm X hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages heute die Förderung der Sanierung des Bernlochner-Komplexes in Landshut bekannt gegeben. Insgesamt fördert der Bund den Gebäudekomplex, in dem das Stadttheater Landshut eigentlich zuhause ist, mit 500.000 Euro. „Ich hoffe, dass durch die zusätzliche Förderung nun möglichst bald mit der dringend notwendigen Sanierung begonnen werden kann“, bekräftigt auch Rita Hagl-Kehl, SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin.

Berlin/Landshut, 19.05.2021 – Mit den Denkmalschutz-Sonderprogrammen unterstützt der Bund bereits seit 2007 auch kleinerer und mittelgroßer Kulturdenkmäler, deren Sanierung von den Kommunen vor Ort ansonsten nicht ausreichend finanziert werden kann. Inzwischen wurden durch neun Denkmalschutz-Sonderprogramme insgesamt rund 330 Millionen Euro investiert. Damit konnte der Bund dringende Sanierungsarbeiten an fast 2100 kulturell bedeutsamen Denkmälern und historischen Orgeln in ganz Deutschland ermöglichen. Der aktuelle Bundeshalt sieht für die zehnte Programmauflage nun weitere 70 Millionen Euro vor, von denen auch Landshut profitieren kann. „Mit den Denkmalschutz-Sonderprogrammen unterstützt der Bund nicht nur Kommunen bei der Finanzierung von Sanierungs- und Renovierungskosten. Besonders in der aktuellen Pandemie-Phase werden so auch Investitionsanreize gesetzt und die Wirtschaft in finanzschwächeren Städten und Gemeinden gefördert“, betont Rita Hagl-Kehl.

Das Stadttheater Landshut musste bereits 2014 aufgrund der erheblichen baulichen und brandschutztechnischen Mängel aus dem Bernlochner-Komplex ausziehen und in ein Zelt am Stadtrand auf dem Messegelände ausweichen. Seitdem hat sich an der Situation nicht viel geändert, Hauptproblem ist die Finanzierung. Nachdem bereits im März eine Million Euro im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ an Bundesfördermitteln zugesagt worden sind, zeigt sich auch Ruth Müller, SPD-Abgeordnete im Bayerischen Landtag, außerordentlich erfreut über die weiteren Bundesfinanzmittel für das Landshuter Stadttheater: „Ich hoffe sehr, dass diese weitere Finanzspritze die Entscheider darin bestärkt, den Sanierungsprozess zeitnah zu beginnen. Die niederbayerische Regierungshauptstadt Landshut hat damit nach dem Stillstand der Pandemie eine Perspektive für die Wiederbelebung eines lebendigen kulturellen Angebots in der Stadtmitte und kann das Provisorium „Zelt“ verlassen.“

Foto: Archivbild: Besuch im Stadttheater Landshut Anfang Februar, v.l.n.r.: Ruth Müller, Rudi Senff (Geschäftsführer Landestheater Niederbayern), Rita Hagl-Kehl, Stefan Tilch (Intendant Landestheater Niederbayern), Patricia Steinberger (SPD-Stadträtin Landshut).

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