Dinosaurier international

Über ein Simulationsprogramm konstruierten die Studierenden den Dinosaurier
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Langjährige Kooperation zwischen Fakultät Maschinenbau und den französischen Bildungseinrichtungen ANFA und GARAC fortgeführt

Zwar konnte die geplanten Exkursionsreisen der Landshuter Studierenden der Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik zum Pariser Autosalon 2020 Corona-bedingt nicht stattfinden, erstmals haben die Verantwortlichen aber eine Lehrveranstaltung in digitaler Form während des Wintersemesters organisiert. Basis dafür war das im Studienplan des Masters „Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik“ verankerte Projektarbeits-Modul. In dessen Rahmen widmeten sich die verschiedenen Studierendengruppen intensiv der Lösung einer komplexen Aufgabestellung.

Trotz Pandemie fand nicht nur die Kooperation weiter statt, der Kontakt zwischen deutschen und französischen Studierenden war aufgrund der mehrmonatigen Zusammenarbeit sogar intensiver als bisher.

Virtuelle Zusammenarbeit führt zu tollen Ergebnissen

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich die Studierenden hinsichtlich ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten oft sehr gut ergänzten“, so Prof. Dr. Manfred Strohe, Leiter des Studiengangs „Automobil- und Nutzfahrzeugtechnik“. Unter dem Strich habe sich die virtuelle Form der Zusammenarbeit sehr bewährt und wird deshalb im kommenden Wintersemester mit großer Wahrscheinlichkeit wiederholt. „Dann jedoch hoffentlich ergänzt durch ein persönliches Kennenlernen der Studierenden im Rahmen der nächsten Exkursion“, betonte Strohe.

„Jurassic Park“

Fünf Themen standen den Studierenden der Hochschule und ihren französischen Kollegen für ihre Projektarbeit zur Auswahl: eines ragte dabei etwas heraus – Projekt „Jurassic Park“. Die beteiligten Studierenden entwickelten für das Jura-Museum in Eichstätt eine Konstruktion des prähistorischen Vogels Rhamphorhynchus, abgestimmt auf die räumlichen Gegebenheiten vor Ort. Das Ziel des Projektes bestand darin, eine mechanische Nachbildung des Vogels in Originalgröße zu konstruieren, der die Museumsbesucher beim Betreten des thematischen Raumes genau beobachtet und mit einem markanten Ruf und der Entfaltung seiner Flügel überraschen sollte. Die wesentliche Herausforderung: Wie konstruiert man die Mechanik, mit der sich ein Objekt von der Größe einer Amsel lebensecht animieren lässt?

Konstruktion des Skeletts als große Herausforderung

Im sehr engen Raum musste der Vogel seine Flügel ausbreiten können. Deshalb spielte die Simulation der notwendigen Flügelbewegungen eine entscheidende Rolle im internationalen Projekt. Möglich wurde dies durch das CAD/FEM-Programm. Während Konstruktion und Aktuatorik (Auswahl und Integration geeigneter Bauteile) sowie Sicherheit und nicht zuletzt Kostenplanung hauptsächlich von den deutschen Studierenden bearbeitet wurden, widmete sich die französische Seite intensiv den Themen Sensorik, Umwelterfassung, Datenverarbeitung und -interpretation sowie Ansteuerung der Aktuatorik.

„Die gemeinsame Arbeit mit französischen Kommilitonen hat uns einiges an Erfahrungen gebracht“, so der studentische Projektleiter Ardit Berisha. „In einem internationalen Projekt lernten wir komplett digital zu arbeiten, die Aufgaben aufzuteilen und interkulturelle Missverständnisse zu überwinden. Wir hatten zusammen sehr viel Spaß.“

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein elektrisch betriebenes Modell des Flugsauriers in Originalgröße, das allen Anforderungen des Museums entspricht. Im Moment existiert der Rhamphorhynchus noch als Datei im CAD-Programm. In mittelfristiger Perspektive wird er als (fast) echter prähistorischer Vogel die Besucher der Ausstellung im Jura-Museum Eichstätt begrüßen.

Wer über ein Studium an der Hochschule Landshut nachdenkt, kann sich unter www.studieren-in-landshut.de zu Studienangebot und Bewerbungsablauf informieren.

Screenshot: Hochschule Landshut / Alexey Istratov
Dinosaurier-Model: Ardit Berisha
(frei zur Verwendung bei Angabe der Quelle)

BU1: Über ein Simulationsprogramm konstruierten die Studierenden den Dinosaurier.

BU2Digitale Meetings ermöglichten dabei den internationalen Austausch und sicherten den Projektfortschritt.

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