Ein Anker für die Jugend

Ein Anker für die Jugend Bezirksjugendring im Gespräch mit Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich und Bezirkstagsvizepräsident Dr. Pröckl
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Bezirksjugendring im Gespräch mit Bezirkstagspräsident Dr. Heinrich und Bezirkstagsvizepräsident Dr. Pröckl

Landshut. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich empfing gemeinsam mit Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, Vorsitzender des Kultur-, Jugend- und Sportausschusses, die Vorsitzende des niederbayerischen Bezirksjugendrings Stefanie Denk und Geschäftsführerin Anne Waechter zum Gespräch in der Landshuter Bezirkshauptverwaltung. Das zentrale Thema war die Rolle der Jugendarbeit in Zeiten der Pandemie.

„Die Pandemie hat die Jugendarbeit stark verändert und auch erschwert“, sagte Stefanie Denk. „Besonders die ständige Unsicherheit, ob Veranstaltungen in Präsenz stattfinden können oder auf virtuelle Formate ausgewichen werden muss, bedeutet einen großen Mehraufwand, der personell oft schwer zu stemmen ist. Weil die Pandemie auch das ehrenamtliche Engagement geschwächt hat, gibt es inzwischen weniger Betreuerinnen und Betreuer für die Jugendarbeit.“

Auch der finanzielle Aufwand sei für die Jugendringe höher. „Ich bin sehr froh, dass der Bezirk Niederbayern Corona-Soforthilfen ermöglicht“, so die Vorsitzende.

Der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss hatte in seiner Sitzung am 29. Juli die Corona-Hilfen für die niederbayerischen Jugendverbände genehmigt. Diese soll die mit der Pandemie verbundenen Mehrkosten in den Jugendverbänden ausgleichen. Dazu Bezirkstagsvizepräsident Dr. Pröckl: „Die Corona-Soforthilfen für die Jugendarbeit sind erforderlich, damit der Kontakt zu und zwischen den Jugendlichen nicht abreißt.“

„Wie wichtig die direkte soziale Interaktion und auch der Präsenzunterricht in Schulen ist, zeigt sich unter anderem durch das vermehrte Auftreten von psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen“, so der Bezirkstagspräsident. „Gerade für Kinder, die im Lock Down zuhause nur wenig Förderung erfahren, ist die Jugendarbeit ein wichtiger Anker, den wir unbedingt erhalten müssen. Es ist mir ein persönliches Anliegen, alles Nötige zu tun, damit unsere Kinder nicht zu einer ‚verlorenen Generation‘ werden“, so Dr. Heinrich.

„Wir konnten den Kontakt zu unseren Multiplikatoren mittels Videokonferenzen – ergänzt durch Präsenzveranstaltungen während der Sommermonate – größtenteils überbrücken“, so Waechter. Die Medienfachberatung habe darüber hinaus verschiedene Online-Formate angeboten, mit denen der Bezirksjugendring die Ferienangebote seiner Multiplikatorinnen mit medienpädagogischen Aktionen unterstützen konnte. „Digitale Medien haben in den vergangenen eineinhalb Jahren eine tragende Rolle gespielt. Positiv ist, dass der Umgang mit der entsprechenden Technik mittlerweile bei den meisten Menschen routinierter geworden ist. Das wird auch in Zukunft erhalten bleiben und kann die Jugendarbeit an geeigneter Stelle gut unterstützen. Dennoch ist der persönliche Kontakt unersetzlich.“

Das alle zwei Jahre stattfindende Jugendfilmfestival JUFINALE sei bisher in Präsenz geplant: Am 20. November sollen junge Filmemacher ihre Werke im Cineplex Kino Vilsbiburg präsentieren. „Wir haben bereits eine Reihe von Beiträgen erhalten und hoffen, dass wir die niederbayerischen Gewinner vor realem Publikum küren können“, so Anne Waechter.

– sb –

Bildunterschrift: Sprachen über den hohen Stellenwert der Jugendarbeit in Zeiten der Pandemie: (v. l.) Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl, Anne Waechter, Geschäftsführerin des Bezirksjugendrings Niederbayern, Stefanie Denk, Vorsitzende des Bezirksjugendrings Niederbayern, und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich

Foto: Bezirk Niederbayern, Bäter

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