Einladung zum Rebellionstag „Klimakrise auf die Titelseiten“

Einladung zum Rebellionstag "Klimakrise auf die Titelseiten"
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Das Coronavirus und die aktuelle Pandemie sind nur ein kleiner Ausschnitt der katastrophalen Folgen unseres Umgangs mit der Natur und unseren natürlichen Lebensgrundlagen. Die ökologische Krise, in der wir uns befinden, ist von solchem Ausmaß, dass sich ihre Folgen in jedem Bereich unseres gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Lebens und Handelns niederschlagen und in Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden. Unabhängig davon ob wir uns damit befassen möchten oder nicht.

Bei der Bewältigung dieser allumfassenden Krise sind wir Menschen der determinierende Faktor. Unser Handeln kann sowohl das Problem als auch die Lösung sein. Für eine Lösung benötigt es aber zuallererst der Schaffung eines breiten Bewusstseins über die Ursachen, Zusammenhänge und Auswirkungen der ökologischen Krise. Und hier stehen die Medien in einer großen Verantwortung durch die Art und Weise der Berichterstattung.  Sie als Medienvertreter können hier einen entscheidenden Beitrag leisten.

Wenn wir uns zum Beispiel die Titelseiten der Landshuter Zeitung im Mai ansehen, finden wir 27 Beiträge mit Corona-Bezug, aber nur 5 Beiträge mit Klimakrise- oder Biodiversitätsbezug. Ohne das Verfassungsgerichtsurteil zum Klimaschutzgesetz, hätte es nur einen einzigen Beitrag auf der Titelseite gegeben, anlässlich des Weltbienentags.

Dabei sind wir bereits jetzt ständig mit den Auswirkungen der ökologischen Katastrophe konfrontiert. Doch über Ereignisse wie das Waldsterben, Wetterextreme oder den Verlust der ökologischen Vielfalt wird fast ausnahmslos als losgelöste, voneinander unabhängige Entwicklung und nicht im Kontext der Klimakatastrophe und des Artensterbens berichtet. Auch wird selten über die schon jetzt lebensbedrohlichen Folgen der Klimakrise in Ländern des globalen Südens berichtet.

Die Wissenschaft ist sich zu diesem Thema einig: „Die Zukunft hat uns bereits erreicht. Deutschland steckt mittendrin in der Erderhitzung, mit weitreichenden Folgen für Umwelt, Gesellschaft und Gesundheit“, sagt Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamts (UBA). „Es muss dringend vorgesorgt werden, um diesen Folgen zu begegnen.“

Um ein entsprechendes Krisenbewusstsein zu erreichen, sollte die ökologische Krise themenübergreifend mitgedacht und mitberichtet werden.

Dabei sollte den Lesern, Zuschauern und Hörern die akute Dringlichkeit deutlich werden. Die Klimakrise, das Artensterben und die Coronakrise sind alle Folgen der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen, reproduzieren und verstärken weltweit soziale Ungleichheiten und werden noch deutlich mehr Leid verursachen. Dementsprechend viel Raum müssen diese Themen auch in der Berichterstattung einnehmen und dabei darf die Bedrohung nicht durch Begrifflichkeiten wie „Klimawandel“ heruntergespielt werden.

Wir möchten mit Ihnen in einen Dialog treten. Die Klimakatastrophe wird das größte Thema unserer Zeit werden, und ist es für sehr viele Menschen heute bereits. Die Frage ist nur, wird berichtet, solange das Ausmaß noch begrenzt werden kann, oder erst, wenn es zu spät ist?

Die Aktion findet statt am Donnerstag, 27. Mai um 16:00 Uhr, vor der Landshuter Zeitung, Altstadt 89, 84028 Landshut. (Ausweichort, falls Versammlung hier nicht genehmigt wird: Stadtresidenz, Altstadt 79, 84028 Landshut)

Bild: Extinction Rebellion Landshut

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