Hans Wagner bleibt SPD-Vorsitzender

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Neuwahl bei den Sozialdemokraten – Kommunalgeschehen durchleuchtet

Altdorf: Vorsitzender des SPD-Ortsvereins bleibt Hans Wagner. Bei der turnusgemäß fälligen Neuwahl stellten sich fast alle bisherigen Vorstandsmitglieder zur Wiederwahl. Zuvor hatte der Vorsitzende das örtliche Geschehen analysiert und hierbei den Bürgermeister dazu aufgerufen, seine Wahlversprechen zügig umsetzen und weniger eine „Symbol-Politik“ wie durch das angestrebte Bürgerbegehren über die Altdorfer „Klima-Neutralität“ betreiben zu wollen. „Altdorf braucht beispielsweise mehr Hochwasserschutz und Verbesserungen im teils überlasteten Kanalnetz“. Diese Versammlung in der Gstaudacher Gaststätte Huber eröffnete Hans Wagner mit seinem Rechenschaftsbericht. „Unter der Corona-Pandemie haben auch die Vereinsarbeit und die Kommunalpolitik gelitten“. Ungeachtet dessen sieht aber der Vorsitzende gute Chancen, vor Ort die Menschen für die SPD-Politik begeistern zu können. „Die berechtigte Sorge um das Klima darf keinesfalls dazu führen, dass sich mit einer Verteuerung des CO2-Preises viele Bürger auf reale Einkommensrückgänge und damit auf einen niedrigeren Lebensstandard einstellen müssen“, mahnte Hans Wagner. Deshalb erteilte er der Politik der „Grünen“ eine klare Absage, die viele Menschen unerträglich belasten und auch deutsche Wettbewerbsfähigkeit gefährden würde. Einen Bericht über zufriedenstellende Vereinsfinanzen 2020 konnte Alexander Tratzky unterbreiten. Für seine gewissenhafte Kassenführung erhielt er viel Lob.  

An die Aussagen des SPD-Ortsvorsitzenden knüpfte auch die Landtagsabgeordnete Ruth Müller an, die ebenfalls für eine „soziale Klima-Wende“ in Bayern warb. Deshalb habe die SPD-Landtagsfraktion ein Gutachten in Auftrag gegeben und aus diesen Empfehlungen 14 Punkte für mehr Klima-Schutz formuliert. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau der Windkraft, die Abschaffung der unsinnigen 10-H-Regel, gezielte Fördermöglichkeiten für die Erschließung der Geothermie und den Umbau von Heizungsanlagen zu CO2-neutralen Wärmeerzeugungen. Weiter plädierte die Landespolitikerin dafür, in den Kommunen den Ausbau der E-Lade-Infrastruktur zu forcieren und gleichzeitig den ÖPNV mit günstigen Sozialtarifen auszubauen. „Mit diesen Punkten könnten wir, sozialverträglich, in Bayern bis 2040 klimaneutral sein“, zeigt sich Ruth Müller überzeugt. Auch der SPD-Bundestagskandidat Vincent Hogenkamp meinte, gerade die junge Generation brauche man für mehr Klima-, Umwelt- und Naturschutz nicht zu begeistern. Diese Generation sei hierfür schon sehr aufgeschlossen. Aber im Gegensatz zu den „Grünen“ will die SPD sozial-ökologische Veränderungen. Aus dieser Sicht könne sich auch die Bilanz der SPD, wie heuer mit der Einführung der Grundrente, dem Lieferketten-Gesetz und der sozialen Absicherung aller Arbeitnehmer durch die wegen der Corona-Pandemie ausgeweiteten Kurzarbeit, sehen lassen. Deshalb könne die SPD mit ihrem Kanzler-Kandidaten Olaf Scholz selbstbewusst in die Bundestagswahl gehen.

Die Vorstandswahlen, die reibungslos abgewickelt wurden, brachten dann folgende Ergebnisse: 1.Vorsitzender bleibt Hans Wagner, seine Stellvertreter sind Georg Wild und Hans Seidl. Beide sind auch Organisationsleiter. Für die Kasse ist weiterhin Alexander Tratzky verantwortlich. Schriftführer und zugleich Mitgliederbeauftragter ist Michael Kapfhammer. Zu Beisitzern wurden Christel Engelhard, Michael Tratzky und Otto Janak gewählt. Als Delegierte auf Kreis- und Unterbezirksebene fungieren in unterschiedlicher Besetzung Hans Seidl, Christel Engelhard, Georg Wild und Hans Wagner.

Bildunterschrift: Die neugewählte Vorstandschaft des SPD-Ortsvereins mit MdL Ruth Müller und dem SPD-Bundestagskandidaten Vincent Hogenkamp 

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