Inklusion ist generationenübergreifend wichtig

Inklusion ist generationenübergreifend wichtig MdL Ruth Müller im Gespräch mit dem VdK Bruckberg und der Gemeinde
Teilen

MdL Ruth Müller im Gespräch mit dem VdK Bruckberg und der Gemeinde

Zu einem Arbeitsgespräch traf sich die stellvertretende Vorsitzende der BayernSPD-Landtagsfraktion, Ruth Müller, MdL mit dem Vorsitzenden des VdK Bruckberg, Roland Schlenk-Husel und 2. Bürgermeister Josef Bracher im Bruckberger Rathaus. Schlenk-Husel war es schon seit längerem ein Anliegen, sozialpolitische Themen sowohl mit der kommunalen als auch mit der Landesebene zu diskutieren und seine Ideen und Anregungen auch der Landtagsabgeordneten Ruth Müller vorzustellen. Seit zwei Jahren ist er der Vorsitzende des rund 550 Mitglieder zählenden Ortsvereins in Bruckberg. „Wir können ein positives Mitgliederwachstum verzeichnen“, so der Vorsitzende. Obwohl das Durchschnittsalter bei rund 63 Jahren liege, werde immer wieder – und gerade jetzt nach Corona – der Wunsch an ihn herangetragen, sich stärker für die Jugend zu engagieren. Mit dem Schwerpunktthema „Inklusion“ sei er deshalb bereits mit der Mittelschule und dem Hort im Gespräch gewesen und habe dort angeboten, Aktionstage für die Schülerinnen und Schüler zu organisieren, damit Barrieren in den Köpfen abgebaut würden.

„Barrierefreies Bauen ist heute bei Aufträgen der öffentlichen Hand schon Usus“, berichtete Bruckbergs 2. Bürgermeister Josef Bracher. So werde die neue KiTa Breitenau mit vier Kindergartengruppen und vier Krippengruppen selbstverständlich barrierefrei gebaut. Im Hinblick auf ein inklusives Betreuungskonzept müsse man als Gemeinde offen dafür sein, brauche aber auch das entsprechend qualifizierte Personal, sollten Kinder mit Beeinträchtigungen dort einmal angemeldet werden. „Inklusion von Anfang an ist für alle ein Gewinn, denn damit werden Gemeinsamkeiten betont und ein selbstverständlicher Umgang der Kinder untereinander gefördert“, machte Schlenk-Husel deutlich. Da Inklusion alle Generationen betreffe, müsste beispielsweise bei der künftigen Erschließung von Baugebieten auf eine fußläufige und radfahrfreundliche Verbindung der Wege geachtet werden, bat er die Kommunalpolitik um Unterstützung für das vom VdK ausgelobte Ziel der Inklusion. „Die UN-Behindertenrechtskonvention wurde bereits 2006 verabschiedet und hat sich weltweit zum Ziel gesetzt, Menschen mit Behinderung ein uneingeschränktes Recht auf Teilhabe zu gewähren“, so Schlenk-Husel. Von einer barrierefreien Umgebung würden auch Eltern mit Kinderwägen, Senioren mit Rollatoren oder Rollstuhl im Alltag profitieren. Welche Wünsche die über 1.100 Senioren in der Gemeinde Bruckberg hinsichtlich der Alltags- und Freizeitgestaltung haben, möchte der Seniorenbeirat der Gemeinde, dem der VdK Vorsitzende angehört, mit einer Befragung erfahren. Alle Bürger über 65 Jahren wurden hierzu angeschrieben.

„Das Angebot einer Tagespflege und einer ambulanten Versorgung wird in Zukunft vermehrt nachgefragt werden“, ist sich Ruth Müller, MdL sicher. Im Landkreis wird derzeit gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Institut eine Pflegebedarfsplanung erstellt. Ziel hierbei ist es, ein möglichst langes selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben in der gewohnten Umgebung möglich zu machen. „Doch für bestimmte Bereiche und Tagesabschnitte muss es möglich sein, vor Ort die notwendige Unterstützung durch hauswirtschaftliche Dienste, Tagespflege oder ambulante Pflege zu erhalten“, so Müller.

Bildunterschrift v.l.n.r.: Roland Schlenk-Husel (Vorsitzender des VdK Bruckberg), Josef Bracher (2. Bürgermeister Bruckberg), Ruth Müller (MdL)

Fotograf: Peter Husel

Beiträge

Share This