SPD: Illegale Entsorgung von Schlachtabfällen in bayerischen Biogasanlagen aufklären

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Landwirtschaftspolitikerin Müller richtet Anfrage an die Staatsregierung – Gefahren für Mensch, Tier und Pflanzen durch Keime

Die landwirtschaftspolitische Sprecherin Ruth Müller verlangt in einer aktuellen Anfrage Aufklärung über die jetzt bekannt gewordene illegale Entsorgung von Schlachtabfällen in Biogasanlagen. Laut BR24 wurden in den vergangenen Jahren immer wieder in verschiedenen Regierungsbezirken Schlachtabfälle in Biogasanlagen entsorgt und dann als Dünger auf Feldern ausgebracht. „Die Entsorgung von Schlachtabfällen in Biogasanlagen kann Menschen, Tieren und Pflanzen sehr schaden, wenn die Abfälle nicht ausreichend hygienisiert sind. Aus meiner Sicht ist das illegale Entsorgen von Schlachtabfällen absolut untragbar und sollte schnellstens unterbunden werden. Verschiedene Staatsanwaltschaften ermitteln ja bereits. Ich will jetzt wissen, wie groß das Ausmaß der Schäden ist, welche Sanierungsmaßnahmen notwendig sind und was die Staatsregierung unternimmt.“

Wieder einmal stellt sich die Frage, ob die zuständigen Landratsämter als zuständige Behörden über genügend Personal verfügen, um ausreichend zu kontrollieren. Müller will wissen, wie oft in welchen Betrieben mit welchem Ergebnis überprüft wurde. Sie möchte zudem erfahren, welche Art von Schlachtabfällen in welchen Mengen entsorgt werden. Tierische Überreste dürfen nur dann in Biogasanlagen vergoren werden, wenn der Betreiber über eine entsprechende Genehmigung und technische Ausrüstung verfügt. Damit sollen die Schlachtabfälle hygienisiert werden. Wird dies nicht gemacht, besteht die Gefahr, dass sich im dann verunreinigten Dünger signifikante Mengen von antibiotikaresistenten Mikroorganismen befinden. Die Landwirtschaftspolitikerin will Schäden für Mensch und Tier ausschließen und fragt daher auch, ob Bodenproben genommen und analysiert wurden. Und schließlich ist auch von Interesse, ob und zu welchen Kosten kontaminierte Böden saniert werden.

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