Spucktests für alle Kinder

Spucktests für alle Kinder - COVID19 Test
Teilen

Steinberger fordert Schnelltests für kleinere Kinder

Pilotprojekte dauern zu lange – Schnelles Handeln nötig

„Wir müssen viel schneller an Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen einfache Schnelltests einführen“, sagt die Grüne Landtagsabgeordnete Rosi Steinberger. „In Bayern dauert das viel zu lange. In Österreich funktioniert es seit Wochen, dass sich Schülerinnen und Schüler regelmäßig selbst auf Corona testen.“ Die so genannten „Gurgeltests“ oder auch „Nasenbohrertest“ sind auch für kleinere Kinder geeignet. Hier sehe ich die „Staatsregierung in der Pflicht“, so Steinberger.

Wie eine Anfrage der Landtagsabgeordneten Steinberger ergab, sollen in Bayern ergänzende Testungen für jüngere Schülerinnen und Schüler sowie von Kindern in Kitas durch „innovative Testmethoden“ zuerst in Form von Pilotprojekten geprüft und sodann schnellstmöglich in ganz Bayern eingesetzt werden. „Das dauert viel zu lange“, bilanziert Steinberger. „Es reiht sich Modellversuch an Modellversuch, anstatt dass sich wirklich etwas an der Situation in Schulen und in Kinderbetreuungseinrichtungen verbessert.“ So ist ein weiteres Pilotprojekt mit dem Namen „Virenwächter 3.0 – Grundschulstudie“ am 24.02. gestartet und soll laut Angaben des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege in Abstimmung mit zwei weiteren Ministerien bis zum Beginn der Osterferien laufen. Danach sollen weitere Pilotprojekte in ganz Bayern gestartet werden.

Im Gegensatz dazu gehören Selbsttests in den österreichischen Schulen bereits zum Alltag. In den Volksschulen ist sogar geplant, dass statt künftig drei statt bislang zwei Tests pro Woche gemacht werden. Bayern ist davon noch meilenweit entfernt. Dabei hat der Antigentest in Österreich zwei Vorteile: Der Tupfer muss nur in den vorderen Bereich der Nasenhöhle eingeführt werden. Es braucht keinen Rachenabstrich. Nach 15 Minuten ist das Ergebnis bereits sichtbar. Der so genannte „Nasenbohrertest ist auch für kleinere Kinder anwendbar und würde in Kitas und Grundschulen für mehr Sicherheit sorgen“, so Steinberger

„Eine regelmäßige Testung trägt dazu bei, dass wir die Schulen während der Corona-Pandemie unterstützen und diese offen halten können“, begründet Steinberger ihre Forderung nach der schnellen Einführung von Tests an Grundschulen und Kinderbetreuungseinrichtungen. „Dadurch schützen wir Schülerinnen und Schüler sowie die gesamte Schulfamilie vor einem Bildungsverlust und entlasten die Familien. Aber wenn die Staatsregierung so weiter macht, ist die Bevölkerung eher durchgeimpft als dass sich Schülerinnen und Schüler selbst testen.“

Anfrage der Abgeordneten Rosi Steinberger

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Beiträge

Share This