Tierhaltungsskandal in Passau: Was passiert mit den Tieren?

Passauer Tierskandal: SPD-Anfragen offenbaren eklatantes Behördenversagen
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Tierschutzexpertinnen Müller und Fehlner: Ministerium muss dafür sorgen, dass tierschutzgerechte Unterbringung und medizinische Versorgung gewährleistet sind

Angesichts des in der letzten Woche ans Licht gekommenen Tierschutzskandals in Passau fordern die Tierschutzexpertinnen der SPD-Landtagsfraktion Ruth Müller und Martina Fehlner Aufklärung über den künftigen Verbleib der Tiere. Die niederbayerische Abgeordnete Müller betont: „Es muss sichergestellt werden, dass die Tiere, die unter katastrophalen Bedingungen gehalten wurden, in Zukunft gut und artgerecht untergebracht werden.“ Aus diesem Grund hat die BayernSPD-Landtagsfraktion eine erneute Anfrage an die Staatsregierung gestellt, in der sie genaue Informationen über die aktuelle Versorgung und medizinische Behandlung der Tiere einfordert. Auch über den weiteren Verbleib der Tiere verlangen die Abgeordneten Auskunft.

Abgeordnete Müller stellt klar: „Wir wollen wissen, wie der weitere Verbleib der Tiere organisiert und wie sichergestellt wird, dass die neuen Halter für die teils streng geschützten Tierarten geeignet sind.“ Weiterhin erwarten die beiden Abgeordneten Antworten dazu, wie viele Tiere nach der Aufdeckung des Skandals notgetötet werden mussten. „Wir müssen sicherstellen, dass solche Vorfälle sich in Zukunft nicht mehr wiederholen. Das so etwas in Bayern möglich ist, hätte niemand geglaubt. Die Kontrollbehörden stehen nun in der Pflicht, für jede Gattung geeignete Abnehmer zu finden. Es wäre fatal, wenn die Tiere nun an einen Zwischenhändler verkauft würden und die Qualen dann möglicherweise an einem anderen Ort weitergehen“, so Fehlner.

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